Günstiges Futter für den Kaminofen: 5 Wege, Brennholz kostenlos zu ergattern

geschrieben von Kundenservice am 27.01.2016 00:00 in Ratgeber

Wer einen Kaminofen nutzt, ob wasserführend oder klassisch, braucht regelmäßig Holz-Nachschub. Den kann man sich entweder vom örtlichen Holzhandel liefern lassen – und nach Raummeter bezahlen. Oder man steckt etwas mehr Eigeninitiative hinein – und spart sich dadurch die Kosten. Denn Brennholz ist auf vielen verschiedenen Wegen kostenlos zu haben.

 gestapeltes Brennholz

 (Bildquelle: © sokolova23 – Fotolia.com)

Die 5 beliebtesten Möglichkeiten, um kostenlos an Kaminholz zu gelangen

Generell gibt es viele Anlässe, bei denen Holz als Abfallprodukt entsteht oder Bauteile aus Holz zur Belastung werden. Genau in diesen Momenten sollten die Nutzer von Holzöfen aufhorchen: Denn viele Besitzer von Abfallholz geben dieses gern kostenfrei ab. Einzige Bedingung: Die Fuhre muss selbst abgeholt werden. 

  • 1. Brennholz beim Sägewerk oder Zimmermann „abstauben“: Wohl kaum ein Industriezweig bewegt mehr Holz als Sägewerke. Und dabei entsteht viel Holzabfall, den einige Betriebe nicht nutzen können. Das ist vor allem bei kleinen Sägewerken der Fall, denen beispielsweise die zusätzlichen Vorrichtungen fehlen, mit denen sich Holzabfälle zu lukrativen Hackschnitzeln verarbeiten lassen. Einfach mit dem Anhänger vorfahren und nach Restholz oder sogenanntem Schwartenholz fragen. Ein großzügiger Beitrag zur Kaffeekasse der Sägewerker hilft, um auch beim nächsten Besuch wieder super-günstig an Brennholz zu kommen. Und wer kein Sägewerk in der Nähe hat, fragt beim nächsten Zimmermann nach: Besonders, wenn Dachstühle zu errichten sind, gibt es oft jede Menge Holzabfall. 

  • 2. Holzbruch nach Stürmen beseitigen: Es ist zwar verboten, sich einfach an Bruchholz aus dem öffentlichen Forst zu bedienen. Aber bei Waldflächen in Privathand sind die Besitzer oftmals sogar dankbar für die Hilfe. Besonders, wenn Herbststürme durch den Wald gefegt sind, ist oft jede Menge Aufräumarbeit zu leisten. Wer hier Hand anlegt, darf sein Brennholz meist kostenlos mitnehmen. Noch lohnenswerter ist es, wenn es entwurzelte Bäume in Privatgärten zu entsorgen gibt. 
  • 3. Einweg- und Europaletten zerkleinern: Nicht jede Firma, die mit Waren auf Europaletten beliefert wird, nutzt diese Paletten weiter. Außerdem hat nach langjährigem Einsatz auch die stabilste Palette irgendwann ausgedient. An diesem Punkt können Kaminofen-Besitzer ansetzen – und den Firmen die für sie nutzlosen Paletten abnehmen. Besonders hochwertig als Brennholz sind Paletten aus Hartholz, wie sie häufig für den Transport schwerer Baustoffe eingesetzt werden. 
  • 4. Abbruchholz verwerten: Wenn alte Häuser abgerissen werden, fällt meist viel Holzabfall an. Wer sich über Abbrucharbeiten in seiner Umgebung schlau macht, kann so schnell mehrere Wagenladungen kostenloses Brennholz ergattern. Vorsicht jedoch, bevor dieses Holz in den Feuerraum von Kamin oder Holzvergaserkessel wandert: Oft sind Nägel in den Holzresten versteckt. 
  • 5. Kleinanzeigen checken: Um an günstiges oder kostenloses Brennholz zu kommen, lohnt sich auch das Lesen von Kleinanzeigen. Wer Abfallholz loswerden möchte, inseriert das oft bei Ebay und Co.. Dann gilt es, schnell zuzuschlagen.

Generelle Tipps für die Jagd nach kostenlosem Brennholz

Prinzipiell gilt: Das beste Brennholz ist unbehandelt und über längere Zeit abgelagert. Deshalb sind  Quellen für altes Holz ideal, beispielsweise Holz aus Abbrucharbeiten. Wer junges Holz kostenfrei findet, beispielsweise nach einem Windbruch, sollte dieses vor dem Verbrennen im Kaminofen erst einmal in speziellen Holzregalen lagern.

In Sachen Aufwand müssen alle Holzsammler auf der Jagd nach kostenlosem Brennholz neben dem Aufladen und dem Transport des Holzes auch das oft zeitintensive Zerkleinern einkalkulieren. So lassen sich beispielsweise Europaletten oder Bauhölzer mit dem richtigen Werkzeug gut in handliche Holzscheite zersägen.